Sedcard

Eine Sedcard ist eine Unterlage, welche ein Model für Bewerbungen bei Agenturen benötigt. International wird sie oft auch als „Comp Card“ bezeichnet und dient dazu, das Model zu präsentieren und zusammenfassend sämtliche Einsatzmöglichkeiten, bzw. Erfahrungen widerzuspiegeln, damit man sich ein Bild machen kann. Ähnlich wie bei einem Katalog kann die Agentur anschließend entscheiden, für welchen Einsatz das Model zutrifft und passende Fähigkeiten besitzt.

Stellt sich ein Model bei einer Agentur vor, wird eine Sedcard automatisch erwartet, denn dieses System hat sich bereits weltweit durchgesetzt. In der Sedcard befinden sich vorwiegend Fotos des Models, die von professionellen Fotografen gemacht wurden. Eine gute Sedcard von einem Model zeichnet sich dadurch aus das diese nicht langweilig ist und man das Model in vielen verschiedenen Posen sehen kann und an vielen verschiedenen Locations. In einer Sedcard könnte ein Model z.B. Strandbilder, Fotos im Abendkleid, Fotos vor einem Wandtattoo oder Winterbilder im Schnee haben.  Es ist auf jeden Fall wichtig das es keine Bilder von Amateuren sind denn diese  werden grundsätzlich nicht akzeptiert. Das ist mitunter einer der Gründe, warum es anfangs für ein Model schwierig ist, sich auf dem Markt zu etablieren. Es liegt bei jedem selbst, wie professionell er die Sedcard gestalten lässt und was er dafür investieren kann, bzw. will. Die Entscheidung, ob ein Model einen Job bei einer Agentur bekommt oder nicht, trifft anschließend der sogenannte „Scout“, dem die Sedcard vorgelegt wird. Ausnahmen bei der Finanzierung machen diese bei einem „Neuling“ nur dann, wenn das Model überdurchschnittlich gut aussieht.

Insgesamt weist eine Sedcard 6 bis 12 Seiten mit Bildern des Models auf und ist in den meisten Fällen in Leder (manchmal auch Kunststoff) gebunden. Innen ist die Mappe mit stabilen Seiten und Hüllen ausgestattet, die allesamt die genormte Größe A4 aufweisen. Anfangs findet man die persönlichen Details, wie die Körpermaße, sowie den Künstlernamen. Ganz hinten befinden sich Referenzen und Informationen über außergewöhnliche Fähigkeiten des Models. Mehr als 22 Fotos soll eine Sedcard nicht beinhalten. In manchen Fällen weist eine Sedcard auch eine Norm mit DIN A5 auf.

Will man sich als Model mit einer professionellen Sedcard bei Agenturen für Jobs bewerben, sind gute Fotos noch lange keine Garantie für eine perfekte Karriere. Je nachdem, was der Markt gerade benötigt, werden die Models ausgewählt – und das Angebot ist sehr groß.

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